Donnerstag, 5. Oktober 2017

Hope Cavendish ✨✨ Zeitgenossen









Quelle: Amazon

Zeitgenossen I
             Gemmas Verwandlung

224 Seiten

Taschenbuch
ISBN 978-1491074602            8,99

Ebook
ASIN B00EE6DG4I                   2,99

Gemmas Verwandlung ist der Auftakt der historischen Vampirromanserie Zeitgenossen. Im Mittelpunkt der Serie steht die Vampirin Gemma, die im Laufe der Jahrhunderte erfährt, was es bedeutet, unsterblich zu sein. Sie wird zur Zeitzeugin vieler historischer Ereignisse, erlebt Kriege, Entdeckungen und Revolutionen, begegnet der Liebe, dem Kampf und dem Tod. Ihre Freunde stehen ihr dabei oft zur Seite, doch ihren Weg muss Gemma letztendlich selbst finden.





zur Serie:


Teil 2 
Teil 3
Teil 4




















das Interview:


Hope Cavendish hat mir ein paar Fragen zu sich und Ihre Reihe „Zeitgenossen“ beantwortet, dafür bedanke ich mich schon mal ganz herzlich.

Hope, magst du dich in drei Sätzen kurz vorstellen?
Ich lebe inzwischen seit etwa 25 Jahren im Ruhrgebiet, seit etwa 10 Jahren zusammen mit meinem Mann, und bin beruflich ein ziemliches Chamäleon. Nach Tätigkeiten als Webdesignerin, Fachbuchautorin und Photoshop-Dozentin, habe ich mich 2013 entschieden, meine alte Leidenschaft für Romane und das Schreiben wieder aufleben zu lassen und den ersten Band meiner historischen Vampirromanserie „Zeitgenossen“ veröffentlicht. Inzwischen designe ich auch hin und wieder Cover für Kollegen, lektoriere gelegentlich und wenn meine Zeit es zulässt, bummele ich gerne über Trödelmärkte, schaue alte Hollywoodfilme oder bastele Schmuck.

Welche Bücher haben dich als Kind denn gefesselt, dass du selber angefangen hast Geschichten zu verfassen?
Als Kind habe ich beispielsweise die Schneider-Bücher sehr geliebt, unter anderem die Hanni & Nanni-Reihe von Enid Blyton. Ich kann heute gar nicht mehr genau sagen, ob es nun irgendein bestimmtes Buch gab, das mich dazu inspiriert hat, selbst Geschichten zu verfassen. Ich habe einfach die Geschichten niedergeschrieben, die mir in den Sinn kamen.

Welcher Art von Geschichten hast du als Teenager denn geschrieben?
Darüber sollte ich besser den Deckmantel des Schweigens ausbreiten. Mir sind vor nicht allzu langer Zeit mal ein paar solcher selbst verfasster Geschichten aus meiner Teenagerzeit in die Finger gefallen und sie waren alle sehr kitschig und melodramatisch. Wenn man so will, waren es stets Variationen von „der holden Maid in Nöten, die von einem edlen Prinzen gerettet wurde“. J

Wie kommt es dann du deine Bücher im Genre „Historie“ angesiedelt hast?
Das ist eine gute Frage, denn ironischerweise gehörte Geschichte in der Schule nicht zu meinen Lieblingsfächern. Irgendwie handelte immer alles nur von Jahreszahlen und Schlachten. Erst als ich älter wurde und historische Romane lass und Historienverfilmungen sah, wurde das Thema für mich interessant. Denn in den Büchern und Filmen wurde mir Geschichte viel näher gebracht, weil anschaulich gezeigt wurde, wie die Menschen in ihrer jeweiligen Epoche gelebt haben. Seitdem interessieren mich historische Zusammenhänge und faszinieren mich wechselseitige Einflüsse.
Ein Beispiel: Die Erfindung der Dampfmaschine. Für sich allein erst mal nur ein Aspekt der Technikgeschichte. Aber aus dieser Erfindung resultierte dann die Erfindung der Dampflokomotive und die revolutionierte das Transportwesen und das Reisen. Plötzlich konnten die Menschen viel schneller ferne Orte erreichen und Güter verschicken. Das hatte dann wiederum enormen Einfluss auf den Handel. Außerdem wurden mit Hilfe der Dampfmaschine Maschinen zur industriellen Produktion entwickelt. Produkte, die vorher einzeln von Hand in kleinen Werkstätten angefertigt wurden, wurden nun in Fabriken in großer Stückzahl produziert. Das war der Auslöser der industriellen Revolution, durch die sich die ganze Arbeitswelt und mit ihre auch die Menschen und die Gesellschaften verändert hatten. Am Anfang stand eine einzelne technische Erfindung und am Ende wuchsen die Städte und veränderte sich die Gesellschaft ‒ mit allen Vor- und Nachteilen.
Solche Zusammenhänge zu zeigen, macht Geschichte für mich interessant und anschaulich und es ist einer der Gründe, weshalb auch meine Romanreihe einen Schwerpunkt im Historischen hat.

Warum sind deine Charaktere ausgerechnet „Vampire“ was findest du an diesen Phantasiewesen so anziehend?
An Vampiren fasziniert mich ganz klar ihre Unsterblichkeit. Ich frage mich, wie man wohl damit umgeht, wenn man ewig lebt und die Welt um einen herum sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Schafft man es, sich den Veränderungen anzupassen? Und falls ja, verliert man sich selbst dabei oder kann man sich selbst dennoch irgendwie treu bleiben?
Darum handelt meine Romanreihe von Vampiren und darum ist auch der historische Aspekt im Vordergrund.

Magst du uns kurz erzählen um was es in deiner Serie geht? (Also kurze Inhaltsangabe, Klappentext wäre toll)
Im Mittelpunkt der historischen Vampirromanserie „Zeitgenossen“ steht die Vampirin Gemma, die 1599 in London in eine Vampirin verwandelt wird und im Laufe der Jahrhunderte lernt, was es bedeutet unsterblich zu sein. Sie wird zur Zeitzeugin vieler historischer Ereignisse, erlebt Kriege, Entdeckungen und Revolutionen, begegnet der Liebe, dem Kampf und dem Tod. Bei ihren Abenteuern trifft Gemma auf gefährliche Feinde und findet dennoch auch echte Freunde, die allesamt ihre Wegbegleiter werden.
Ihre Zeitgenossen.
Klappentext von „Gemmas Verwandlung“ (Band I):
1599 in London. Die junge Apothekertochter Gemma Winwood wird im Hafen von Vampiren überfallen. Der Vampir Viscount Arlington rettet sie, indem er sie in seinesgleichen verwandelt. Er zeigt ihr, wie sie mit ihrem neuen Dasein umgehen kann und dass sie keine Menschen töten muss, um zu überleben.
Doch Arlington scheint ein Verräter zu sein und Gemma flieht aus London. In einem kleinen Dorf in Südschottland findet sie für eine Weile Zuflucht – bis die Bewohner sie dort der Hexerei bezichtigen.
Dies soll indes nicht die letzte Bedrohung bleiben, der Gemma ins Auge blicken muss.

Gemma, wandert durch die Jahrhunderte, welches Jahrhundert findest du bewundernswert?
Das kann ich gar nicht so genau sagen, jede Epoche hatte ihren Reiz und ihren Schrecken. Beobachter der Französischen Revolution zu sein, ist als unsterblicher Vampir oder als Leser von der heimischen Couch aus beispielsweise sicherlich um einiges interessanter, als als verwundbarer menschlicher Zeitzeuge inmitten der Unruhen. ;-)
Und aus Gemmas Sicht beziehungsweise aus der Perspektive einer Frau würde ich sagen, ist unsere Gegenwart vermutlich noch die angenehmste Epoche. Denn zumindest in der westlichen Welt dürfen wir Frauen schon seit einiger Zeit wählen gehen, eine Ausbildung absolvieren, einen Beruf ergreifen, ohne Erlaubnis eines Vaters, Bruders oder Ehemannes eigenständig ein Geschäft anschließen oder auch nur von A nach B reisen. All das war Frauen im 17. Jahrhundert noch komplett verboten. Das Wahlrecht erlangten Frauen in Deutschland beispielsweise erst 1918 und in der Schweiz sogar erst 1971.
Es gab allerdings immer schon einzelne Frauen, die sich nicht um Verbote scherten und gegen alle Konventionen auflehnten, selbst wenn sie sich dazu als Mann verkleiden mussten. Hierzu gehörten Grace O’Malley, Renée Bordereau, Isabelle Eberhardt und Dorothy Lawrence ‒ um nur ein paar von vielen zu nennen. Diese Frauen führten ein Leben als Abenteurerinnen und das finde ich tatsächlich in mancherlei Hinsicht bewundernswert.

Hättest du auch gerne auch in diesem Jahrhundert gelebt? Wenn ja, als welcher Teil der Bevölkerung?
Siehe vorherige Antwort. Je nach Epoche war es an bestimmten Orten sicherlich angenehmer, dem Adel anzugehören. Aber auch als König oder Graf lief man Gefahr, einen Kopf kürzer gemacht zu werden, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort lebte (siehe Französische Revolution).

Welche wichtigen Personen aus den ltz. Jahrhunderten hast du mit einfließen lassen und warum?
Bei bisher vier erschienenen Bänden sind das inzwischen schon einige. Alexander von Humboldt, Mary Shelley, Lord Byron, Bram Stoker, Jack London und Emmeline Pankhurst sind beispielsweise nur ein paar der realen Personen, die in die Handlung der „Zeitgenossen“ eingebunden sind. Das Warum variiert je nach Person immer ein wenig. Mary Shelley, die Autorin von „Frankenstein“, und Lord Byron waren beispielsweise Zeitzeugen einer realen Begebenheit, bei der der erste Vampirroman der Literaturgeschichte entstand. Bram Stoker als  Erfinder von „Dracula“, dem bekanntesten Vampir der Literaturgeschichte, verpflichtet ja fast schon zu einer Erwähnung. Und Emmeline Pankhurst war wiederum eine Ikone des britischen Kampfes für das Frauenwahlrecht und findet in den „Zeitgenossen“ Erwähnung, weil die Hauptfigur Gemma ebenfalls dafür kämpft.

Was erwartet uns demnächst von dir? Hast du schon irgendwelche neuen Projekte in Arbeit?
Ja, ich habe bereits mehrere Notizbücher mit Projektideen vollgeschrieben. Darunter auch eine Young-Adult-Story, ein paar Liebesgeschichten und ein heiterer Krimi. Was davon dann als Erstes realisiert wird hängt ein bisschen davon ab, wie stark die jeweiligen Figuren drängeln. Ein paar von ihnen sind in meinem Kopf schon ziemlich lebendig und wollen unbedingt niedergeschrieben werden. J

Meine übliche letzte Frage: Was erwartest du von deinen zukünftigen Lesern?
Dass sie so bleiben wie sie sind. Ich habe von meinen Lesern bisher immer sehr ehrliches Feedback erhalten und das motiviert mich ganz besonders.

Vielen Dank für das tolle Interview ;o)

Ich danke ebenfalls! 





meine Rezension:


„Zeitgenossen - Gemma Verwandlung“ ist der Auftakt der Zeitgenossen Reihe von Hope Cavendish.

Kurz zum Inhalt des Buches: 
London Ende des 16. Jahrhunderts, Gemma stammt aus guten Hause. Ihre Zukunft schien gesichert, als Sie im Hafen von Vampiren überfallen wird. Ein Vampir hat sozusagen „Mitleid“ mit Gemma und verwandelt Sie auch zu einem Vampir. Er erklärt ihr seine Welt und zeigt ihr wie sich verhalten muss um zu überleben. Aber Gemma kann sich nicht mehr lange in London aufhalten, also geht Sie nach Schottland. Dort versucht sie sich ein Leben aufzubauen bis auf einmal wieder Ihr Leben durcheinandergerät, denn nun wird sie der Hexerei bezichtigt. Wird Gemma es wieder schaffen fliehen zu können?

Was wirklich toll war, dass die Geschichte aus der Sicht von Gemma geschrieben ist, also der Ich-Perspektive. Außerdem ist es kein reiner Vampirroman, denn man wird durch verschiedene Zeitepochen geführt, was sich auch in den nächsten Bänden bestätigen wird. Aber aus rein historischen Sicht und auch deren Liebhaber kann ich sagen, hat Sie es wirklich gut umgesetzt.
Man darf auch nicht vergessen, dass es eine Mischung aus historischen, Fantasy- und Mysteryelementen ist, die diesem Buch den Inhalt wiedergeben, aber auch darüber kann man sich nicht beklagen, die Autorin hat sich wirklich sehr große Mühe mit allem gegeben.

Bin sehr gespannt auf die folge Bände und Wünsche der Autorin weiterhin viel Erfolg mit den Zeitgenossen.





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